Sa. Aug 24th, 2019

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Die FDA “Giftliste” Teil 2

7 min read

Die FDA “Giftliste” (Teil 2)

Weiter gehts (Einleitung zum Artikel hier)


Butyraldehyd (Butanal) von der FDA  als Respiratory Toxicant eingestuft

Organisch chemische Aldehydverbindung die hauptsächlich als Lösungsmittel eingesetzt wird. Es findet aber auch Verwendung als Grundlage für synthetische Riechstoffe und landet auf diesem Wege in den Aromen für Liquids. Laut den Grenzwerten für Arbeitsstoffe und  krebserzeugende Arbeitsstoffe liegt der zulässige Höchstwert für Butyraldehyd bei 64 mg / m3 Raumluft. Das ist der sogenannte AGW Wert. Zur Erklärung der Arbeitsplatzgrenzwert beschreibt die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der eine akute oder chronische Schädigung der Gesundheit der Beschäftigten nicht zu erwarten ist. Bei dem Wert wird in der Regel von einer achtstündigen Exposition an fünf Tagen in der Woche während der Lebensarbeitszeit ausgegangen. Salopp gesagt kannst du also 64 mg pro Kubikmeter Raumluft von dem Zeug an 8 Stunden in 5 Tagen pro Woche jahrzehntelang inhalieren, ohne das es gesundheitliche Konsequenzen hat. Ausgehend vom prozentualen Anteil von Butanal im Liquid ist das eine Menge, die so nie erreicht werden kann. Im Übrigen wen es interessiert, der Expositionsfaktor für den genannten Wert beträgt in dem Fall 1, also den Komplettverzicht auf technische Schutzmaßnahmen.

PS: Eine Studie zum tatsächlich gemessenen Anteil von Butanal im Dampf einer E-Zigarette habe ich nicht gefunden. Lediglich eine Expositionsstudie zur Passivdampfbelastung weist einen Wert von weniger als 10 Mikrogramm/ m3 Raumluft aus. Das ist zwar nicht wirklich relevant, sagt aber doch einiges über die Mengen, über die wir hier reden aus. Ginge man selbst von einer Resorptionsrate von 99 % (den nach dem Inhalieren im Körper verbleibenden Anteil, der nicht wieder ausgeatmet wird) also einem extrem hohen Wert aus, hieße das bei diesen Ergebnissen immer noch das die Belastung um etliche Faktoren unter dem, als gesundheitlich unbedenklich festgestellten Grenzwert läge.


Diethylenglycol von der FDA  als Poisonous Chemical eingestuft

Diethylenglycol gehört zur Gruppe der Alkohole oder genauer zur Gruppe der Glycolether. Bekannt wurde der Stoff als Zusatz / Süßungsmittel im Mitte der 80-iger Jahre entstandenen Glycoweinskandal. Außerdem wird er auch als Frostschutzmittel genutzt und ist deswegen Liebling des DKfZ (weitere Erklärungen erspar ich mir… 😉 ) in unserem Fall ist er der Beweis für die Langlebigkeit von Mythen. 2009 fand die FDA in 2 von 18 Liquidkartuschen angeblich 1% Diethylenglycol. Angeblich, weil in darauf unabhängigen Tests und Studien der Stoff nicht mehr gefunden wurde. Es bleibt also festzuhalten das es keine unabhängigen Studien gibt die das Vorkommen von Diethylenglycol in Liquids belegen. Die FDA bedient sich hier lediglich ihrer eigenen sehr zweifelhaften Ergebnisse aus dem Jahr 2009.


Essigsäureethylester, auch Ethylacetat von der FDA  als Respiratory Toxicant eingestuft

Essigsäureethylester ist ein Ester von Essigsäure und Ethanol und findet Verwendung unter anderem als Aroma in Süßigkeiten, Getränken oder auch Arzneien. Es hat einen leicht fruchtigen Geruch. In hohen Konzentrationen eher lösungsmittelähnlich, bzw. wir empfinden den Geruch so, weil es tatsächlich auch als Lösungsmittel eingesetzt wird (Nagellacke z.Bsp.)

Der AGW Wert (siehe weiter oben) liegt in dem Fall bei 730 mg/m3 Raumluft. Weitere Ausführungen erübrigen sich allein durch diesen extrem hohen Wert. Auch hier gilt, diese Werte sind durch das dampfen einer E-Zigarette nicht zu erreichen.


Ethylacetoacetat von der FDA  als Respiratory Toxicant eingestuft

Ethylacetoacetat ( EAA ) ist die Ethyl Ester von Acetoessigsäure . Sie findet als Aroma für Lebensmittel Verwendung. Bewertbare Ergebnisse zu Folgen einer wiederholten  Einwirkung  liegen für den Menschen gar nicht, aus Tierexperimenten nur nach oraler Applikation vor. Aus diesem Grund kann man hier auch keine Aussage treffen.


Furfural von der FDA als Respiratory Toxicant eingestuft

Furfural ist ein flüchtiges, farbloses, bei Licht- und Lufteinwirkung rötliches bis dunkelbraunes, giftiges Öl mit bittermandelartigem Geruch. Es gehört zur Stoffklasse der heterocyclischen Aldehyde. Mir ist zwar bekannt, das Furfural in Tabakzigaretten nachgewiesen wurde, allerdings nicht in Liquids. Meines Wissens gibt es keine Studie die ein Vorkommen von Furfural in Dampfprodukten belegt. Da aber die Liste alle neuartigen “Tabakprodukte” umfasst bezieht sich die Nennung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher auf die sogenannten Heat-Sticks, also Tabakerhitzer. Furfural gilt als Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial, insofern sehe ich die Aufnahme als begründet an. Da der Stoff in Liquids nicht nachgewiesen wurde aber in Tabakzigaretten (in dem Fall Heat Sticks) vorkommt, beweist das entgegen der Werbung Tabakerhitzer eben doch ein höheres Schädlichkeitspotential haben als versprochen. (Sollte jemand gegenteilige Fakten über das Vorkommen in Liquids haben, immer her damit)


Propylenglycol von der FDA als Respiratory Toxicant eingestuft

UiUiUi ich mag eigentlich gar nichts dazu schreiben, weil das schon so oft durchgekaut wurde. Deswegen mach ich es mir einfach und zitire Wiki 🙂 .

Quelle Wikipedia

Es sind nach jahrzehntelanger Verwendung keine gravierenden Gesundheitsgefahren bekannt geworden.

Die akute und chronische bzw. subchronische Toxizität können als äußerst gering angesehen werden. Hinweise für karzinogene, mutagene oder reproduktionstoxische Eigenschaften konnten nicht gefunden werden.

Der Stoff besitzt offensichtlich keine hautreizenden und lediglich sehr geringe augenreizende Eigenschaften.

Nach einer häufig angeführten Studie wurden bei der Inhalation von Nebeln aus 1,2-Propandiol vereinzelt Reizungen von Augen und Rachen beobachtet. Bei der ECHA wurde seit März 2016 geprüft, ob diese Effekte für eine Kennzeichnung gemäß CLP-Verordnung für STOT SE 3, H335 ausreichen. Im Dezember 2016 entschied das Risikobewertungskomitee der ECHA, dass diese Effekte nicht für eine Einstufung ausreichen.

Ein vereinzeltes Auftreten allergischer Reaktionen gilt als gesichert. Der Auslösemechanismus wurde jedoch nicht geklärt. Dabei kommen als mögliche Auslöser die beiden Enantiomere oder mögliche Verunreinigungen (Propylenoxid, 1,3-Propandiol) in Frage.

Mehr gibts dazu nicht zu sagen!


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🙂 bis die Tage

 


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