Sa. Aug 24th, 2019

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Die FDA “Giftliste” Teil 3

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Die FDA “Giftliste” Teil 3

Hier die “Giftliste” zum Nachlesen.

Zur Einleitung des dreiteiligen Artikels geht es hier entlang.

Also auf zur letzten Runde und zum Fazit.


Propionsäure von der FDA  als Respiratory Toxicant eingestuft

Propionsäure (E280) ist der Trivialname der Propansäure, einer Carbonsäure mit stechendem Geruch. Sie findet hauptsächlich Verwendung bei der Herstellung von Kunststoffen und Arzneimitteln. In wesentlich geringerem Umfang in der Lebensmittelindustrie, dort aber eher die Salze der Säure, und zwar als Konservierungsstoff. Laut FDA gilt der Einsatz in Lebensmitteln als unbedenklich (siehe hier). Der Grenzwert für eine Langzeitexposition liegt in der EU derzeit bei 30 mg/m3. Auch das ist wieder ein Wert, der beim dampfen, so nicht erreicht werden kann. Des weiteren gibt es keine belastbaren Studien die belegen das Propionsäure in messbarer Menge in Liquids zum Einsatz kommt. (Evtl. bezieht sich die Nennung hier wieder nur auf sogenannte Heat-Sticks)


n-Butanol von der FDA als Respiratory Toxicant eingestuft

n-Butanol oder 1-Butanol gehört zur Gruppe der Alkanole und findet Verwendung als Lösungsmittel oder als Grundlage bei der Herstellung von Estern. Viel ist dazu nicht zu finden, also darüber das es als Bestandteil von Liquids eine Rolle spielen würde. In einem Test von 42 Produkten von Dr. Farsalinos wurden in lediglich 2 Produkten 1-Butanol nachgewiesen und das in einer Konzenztration von 6 Mikrogramm/Gramm…. also eher nicht relevant!


Essigsäuremethylester von der FDA als Respiratory Toxicant eingestuft

Essigsäuremethylester wieder ein Carbonsäureester. Wird hauptsächlich als Lösungsmittel eingesetzt. Aber wie viele Carbonsäureester auch als Zusatz in Fruchtaromen. Auch hier gilt wieder belastbare Studien zum Mengen- / Schädlichkeitspotential liegen nicht vor. Studien zu  Atemwegsreizungen beziehen sich immer auf den Stoff in Reinform. Meines Erachtens kann ohne entsprechende Studien weder eine Aussage getroffen werden, noch berechtigt die aktuelle Studienlage eine Aufnahme in die Liste (immer in Bezug auf verwendete Mengen im Liquid).


Glycidol von der FDA als karzinogen eingestuft

Glycidol wird als Stabilisator für natürliche Öle und als Demulgator sowie als chemisches Zwischenprodukt bei der Synthese von Glycerin verwendet. Glycidol  wurde von der IARC als „probably carcinogenic to humans“ (2A) eingestuft. Die IARC berichtet über den Nachweis von Tumoren bei Tieren, die diesem Molekül ausgesetzt waren, konnte jedoch keine Schlussfolgerung über die Kanzerogenität für den Menschen ziehen. Wie immer in solchen Fällen wird bei den Empfehlungen vom “Worst Case” ausgegangen. Tatsächlich konnte Glycidol in geringsten Mengen im Dampf einer E-Zigarette nachgewiesen werden. Es entsteht demnach bei der Verdampfung von Glycerol.


Essigsäureisopentylester von der FDA als Respiratory Toxicant eingestuft

Und wieder ein Carbonsäureester. Natürlich als Fruchtaromazusatz wie nahezu alle Carbonsäureester. In diesem speziellen Fall das typische Bananenaroma, also wer Banane dampft, hat mit Sicherheit Essigsäureisopentylester im Aroma. Der AGW Wert beträgt in Deutschland 270 mg/m3 Raumluft. Zur Erklärung der Arbeitsplatzgrenzwert beschreibt die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der eine akute oder chronische Schädigung der Gesundheit der Beschäftigten nicht zu erwarten ist. Bei dem Wert wird in der Regel von einer achtstündigen Exposition an fünf Tagen in der Woche während der Lebensarbeitszeit ausgegangen. Ergo nach derzeitiger Einstufung unbedenklich, weil die Werte beim dampfen so nicht erreicht werden können.


Fazit

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein das die meisten der genannten Stoffe Carbonsäureester oder andere hauptsächlich in Aromen verwandte Chemikalien sind. Das bedeutet das diese “Giftliste” offensichtlich nur einen Zweck verfolgt, nämlich die Aromen zu ächten und bestenfalls aus der E-Zigarette zu verbannen. Was da passiert ist eher Marketing statt Wissenschaft. Fraglich ob es während der “Eingabezeit” tatsächlich Einwände von außen geben wird, obwohl diese durchaus berechtigt wären. Allerdings ist die Panik, die sich teilweise in den Staaten wegen dieser Liste verbreitet hat, auch ein wenig weit hergeholt. Die Bestätigung dieser Erweiterung der bereits bestehenden Liste führt nicht zum Verbot. Es erschwert allerdings in Zukunft wieder eine vernünftige Diskussion zum Thema, weil Heidelberg und WHO sich nur allzu gern der Vorgaben bedienen werden….

Die FDA “Giftliste” Teil 3  zu Teil 1        zu Teil 2

🙂 bis die Tage


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